Das Alter ist unser Freund

älterer Herr füttert Tauben

Wie schon mal ein weiser Mensch gesagt hat, jeder Mensch will alt werden, doch niemand will alt sein. Heutzutage bringen wir das Alter oft mit Krankheit und den nahenden und unausweichlichen Tod in Verbindung, doch das muss nicht zwingend der Fall sein. Das Alter, vor allem in Bezug auf die „goldenen Jahre“ sollte die Phase des Lebens sein, wo man das Leben mehr den je genießt. Wo die Lebenserfahrung hoch ist und so manche finanziellen Möglichkeiten gegeben sind. Das Bild eines weisen Mannes, der nachdenklich und entspannt auf einem Platz die Tauben füttert ist wie ein Synonym für das Altern und für ältere Menschen.

Was ist Alter

Je nachdem welche Ebene wir betrachten, hat Alter einen anderen Sinn im biologischen, sozialen oder auch psychischen Bereich unseres Lebens. Das Alter, im biologischen Sinne, ist die Anzahl von Jahren, die wir in diesem Leben verbracht haben. Das Alter ist jedoch nicht das Altern. Das Altern ist der Biologisch-Genetische Prozess, welcher eine Verlangsamung unseres Metabolismus und folglich der Erneuerung unserer Zellen mit sich bringt. Im weiteren Verlauf werden unsere Zellen immer schlechter, langsamer und seltener erneuert, was eine Verschlechterung aller biologischen Prozesse mit sich bringt und später zum Verfall unseres Körpers beiträgt. Doch es gibt auch gute Nachrichten. Wir werden nicht nur älter, da wir dank unserer modernen Medizin unseren Körper länger und gesünder erhalten können, aber auch weil wir langsam, aber sicher dem Prozess des Alterns auf die Spur kommen und ihn in Zukunft wahrscheinlich deutlich verlangsamen können, wenn nicht völlig aufhalten.

Die Lebenserwartung

Die Lebenserwartung beträgt in Deutschland jetzt bereits mehr als 80 Jahre, was deutlich über dem Weltweiten Durchschnitt liegt. Die Lebenserwartung steigt weiter und wird vermutlich mit dem Fortschritt der Medizin immer schneller steigen. Das bringt viele Gesellschaftliche Fragen mit sich. Wie unterstützt man die Wachsende Anzahl an älteren Menschen? Welche Angebote gibt es für diese Zielgruppe. Was werden Menschen in Zukunft an ihrem 120. Geburtstag machen? Wie wird sich die Zielgruppe „100+“ im Vergleich mit anderen Altersgruppen? Wie wird die Unterhaltung für diese Altersgruppe aussehen? Das alles sind Fragen, die sich die Gesellschaft stellen und auch beantworten muss.

Lebensziele

Lebensziele an sich sind verschieden. Jeder will auf ein anderes Leben an seinem Lebensabend zurückblicken, aber es gibt eine Gemeinsamkeit. Jeder will auf etwas zurückblicken können worauf er Stolz sein kann. Was ist aber, wenn man seine individuell gesetzten Lebensziele noch nicht erreicht hat und bereits „in den Jahren“ ist? Heutzutage ist nichts zu spät. Beispiele von Menschen, die erst nach Ihrem Pensionsantritt finanziell erfolgreich wurden, oder die Welt bereist hätten oder sogar zum ersten Mal Eltern wurden oder sich zum ersten Mal verliebt haben sind nicht nur vorhanden, sondern auch mittlerweile keine Seltenheit.

Die Philosophie

Die Philosophie rund um das Altern ist ein Ansatz, sich vom Leben nicht zu stressen. Ja, wir leben nicht ewig und ja, jeder Tag kann theoretisch unser letzter sein. Mit dem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit davon, dass der heutige Tag dein letzter sein kann und viele Menschen bringt es unter einen enormen Leistungsdruck. Viele Menschen glauben die gesetzten Ziele müssen so schnell wie möglich erreicht werden. Dabei vergessen jedoch leider viele das Leben zu leben. Viele realisieren, dass sie nun endlich das Leben genießen sollten erst wenn nicht mehr viel Zeit bleibt. Und genau das sollte sich ändern. Menschen sollten verstehen, dass das Leben hier und jetzt stattfindet. Die Zukunft, genauso wie die Vergangenheit existiert nur in unserer Vorstellungskraft. Wir müssen lernen hier und jetzt zu leben, dann werden wir nicht nur im Alter auf etwas zurückblicken können, sondern im Alter nicht lernen müssen wie Man glücklich ist. Wir müssen auch lernen, dass Sachen wir Romantik und Liebe nicht nur „den Jungen“ vorbehalten ist, sondern nicht mit dem Alter zusammenhängt Wir müssen lernen, dass das Leben wie das Wetter ist - es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt die falsche Einstellung. Man kann auch mit 85 Jahren mit seiner ersten Liebe auf einer tropischen Insel in der Karibik ein Glückspiel im Casino gewinnen.

Das Alter und Glück

An einigen britischen Universitäten wurde „Glücklich sein“ als Studienfach eingeführt. Der Grund hierfür ist, dass Psychologen herausgefunden haben, dass Glücksgefühle mit der Erkenntnis kommen, dass Stress subjektiv ist. Man hat auch herausgefunden, dass junge Menschen heutzutage so dem Leistungsdruck und dem Stress ausgeliefert sind, dass sie wörtlich vergessen, dass sie leben und glücklich sein können. Nicht nach dem Studium, nicht nach der Arbeit, nicht in der Pension, sondern jetzt. Wen man diese Einstellung von jung auf lernt, dann hat man eine sehr gute Chance, der nette und glückliche ältere Herr von nebenan zu werden, der unbehelligt im Sommer auf der Parkbank seine Tauben füttert.

Menu